Samuel Stucki

Auffahrt - Jesus im Himmel, was soll das?

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Editorial zum Auffahrtstag
Samuel Stucki,
Donnerstag. 40 Tage nach Ostern. Auffahrt. Bitte legen sie diesen Anzeiger beiseite. Gehen sie nach draussen, oder ans Fenster, und heben sie ihren Blick nach oben. Was sehen Sie? – Bis gleich….
…Sie haben Wolken gesehen, die Sonne, und spät Abends vielleicht Sterne am blauschwarzen Nachthimmel. Es gibt einen Himmel, an dem Wolken ziehen. Es gibt einen Himmel mit Kondensstreifen, einen Himmel, der seine Farben je nach Witterung und Tageszeit wechselt. Es gibt einen Himmel der Satelliten. In der englischen Sprache gibt es ein Wort für diesen Himmel: sky. Sie haben eben in den sky geblickt. In dem jüdischen Verständnis, durch welches Jesus geprägt wurde, ist er leiblich in diesen Himmel aufgefahren. Für uns aufgeklärten Menschen ist das so nicht mehr denkbar. Aber wie kann denn diese Auffahrt Jesu dennoch für uns einen Sinn erhalten?

Das Englische kennt noch einen anderen Himmel, er wird mit dem Wort Heaven bezeichnet. Heaven ist der Himmel, der nicht mit den Augen sichtbar und nicht mit den Ohren vernehmbar ist. Heaven ist der Himmel, der eine Gefühlslage beschreibt, in der alles zur Ruhe kommt und keine Tränen mehr zu trocknen sind. Ein Zustand der Fülle und Geborgenheit, der uns flüchtig auch auf Erden geschenkt wird. Viele modernen Songs haben diese Seelenlage beschrieben, so die Popgruppe Gotthard mit: Heaven, oder Eric Clapton zeitlos mit: No more tears in Heaven. In diesen Himmel ist Jesus aufgefahren, als der auferstandene Christus. In diesem Himmel begleitet er uns durch unsere Gebete, in diesem Himmel empfängt er die, welche die Grenze zwischen Tod und Leben überschritten haben. Und dereinst auch uns.
Jesus, im Himmel, was soll das? – Total Aufgefahren.

Pfr. Samuel Stucki, Derendingen.

Bereitgestellt: 20.05.2020     Besuche: 57 Monat 
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