Ein Schatz für den Schulstart – Schülerbegrüssungsgottesdienst in Aeschi
Der ökumenische Schülerbegrüssungsgottesdienst im Kirchgemeindehaus Aeschi stand ganz im Zeichen von Gemeinschaft, Segen und der Frage: Welchen Schatz tragen wir in uns?
Janine Renggli,
Mit viel Herzlichkeit wurden die Kinder und ihre Familien am Samstagmorgen im Kirchgemeindehaus Aeschi empfangen. Gemeinsam startete die Gemeinde in ein neues Schuljahr. Pfarrerin Melanie Pauly sowie die Katechetinnen Margrit Streit, Jela Maric und Dagmar Portmann gestalteten den ökumenischen Schülerbegrüssungsgottesdienst.
Sie wünschten allen Schülerinnen und Schülern ein spannendes Jahr voller Freundschaften, wertvoller Erfahrungen und glücklicher Momente. Was wünschen wir uns selbst für die kommenden Monate? Vielleicht mehr Leichtigkeit, mehr Begegnungen, die guttun, oder einfach die Freude am gemeinsamen Weg?
Die Geschichte «Der Schatz, der in dir liegt» bildete einen besonderen Höhepunkt. Sie erzählte davon, dass jeder Mensch etwas Einzigartiges in sich trägt. Einen inneren Schatz, der nicht immer auf den ersten Blick sichtbar ist. Manchmal liegt er gut verborgen, so wie ein Schatz im Acker, und will erst entdeckt werden.
Die Kinder hörten gespannt zu, wie dieser Schatz beschrieben wurde: Eigenschaften, Fähigkeiten und Gaben, die in jedem von uns stecken. Dinge, die wertvoller sind als Besitz oder äusserer Erfolg. Passend dazu durften die Kinder eigene Schatzkisten gestalten, bunt bemalt in ihren Lieblingsfarben. Die leeren Kisten verwandelten sich dadurch in kleine, persönliche Schatztruhen.
Als die Katechetinnen schliesslich in jede Kiste einen ermutigenden Spruch und ein Sugus legten, entstand ein sichtbares Zeichen dafür, dass Wertschätzung und Freude oft in kleinen Gesten spürbar werden. So wurde die Geschichte lebendig. Jeder Mensch trägt etwas Kostbares in sich. Vielleicht lohnt es sich, auch im Alltag danach zu fragen: Was ist mein eigener Schatz? Und welchen Schatz entdecke ich bei anderen?
Pfarrerin Melanie Pauly griff in ihrer Predigt das biblische Gleichnis vom Schatz im Acker (Mt 13,44) auf. Sie machte deutlich, dass das Himmelreich nicht irgendwo weit entfernt zu finden ist, sondern mitten unter uns – ja sogar in uns selbst. Zufriedenheit sei der Schlüssel, der diesen Schatz erlebbar macht. Sie schenke innere Ruhe, Grosszügigkeit und Freude. Nicht Reichtum oder Erfolg brächten wahres Glück, sondern die Fähigkeit, mit sich und anderen im Frieden zu sein. Haben wir diesen Schatz schon entdeckt? Oder übersehen wir ihn oft im Trubel des Alltags?
Nach der Feier waren alle zum Zmorge eingeladen. Bei frischer Züpfe, Wurst und Konfi blieb Zeit zum Erzählen und Zusammensein. Die Stimmung war herzlich und familiär – vielleicht auch mit einer leisen Frage im Herzen: Wie kann ich meinen Schatz im Alltag sichtbar machen?