Martin Joss

Kreuzigung Jesu

Kreuzweg und Kreuzigung: Matthäus 27,31b–44
Dann führten sie Jesus hinaus, um ihn zu kreuzigen.32 Auf dem Weg trafen sie einen Mann aus Kyrene namens Simon; ihn zwangen sie, sein Kreuz zu tragen.33 So kamen sie an den Ort, der Golgota genannt wird, das heißt Schädelhöhe.34 Und sie gaben ihm Wein zu trinken, der mit Galle vermischt war; als er aber davon gekostet hatte, wollte er ihn nicht trinken.35 Nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, verteilten sie seine Kleider, indem sie das Los über sie warfen.36 Dann setzten sie sich nieder und bewachten ihn dort.37 Über seinem Kopf hatten sie eine Aufschrift angebracht, die seine Schuld angab: Das ist Jesus, der König der Juden.38 Zusammen mit ihm wurden zwei Räuber gekreuzigt, der eine rechts von ihm, der andere links.39 Die Leute, die vorbeikamen, verhöhnten ihn, schüttelten den Kopf40 und riefen: Du willst den Tempel niederreißen und in drei Tagen wieder aufbauen? Wenn du Gottes Sohn bist, rette dich selbst und steig herab vom Kreuz!41 Ebenso verhöhnten ihn auch die Hohepriester, die Schriftgelehrten und die Ältesten und sagten:42 Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten. Er ist doch der König von Israel! Er soll jetzt vom Kreuz herabsteigen, dann werden wir an ihn glauben.43 Er hat auf Gott vertraut, der soll ihn jetzt retten, wenn er an ihm Gefallen hat; er hat doch gesagt: Ich bin Gottes Sohn.44 Ebenso beschimpften ihn die beiden Räuber, die mit ihm zusammen gekreuzigt wurden.
Die Kreuzigung Jesu

Der Tod Jesu
Der Tod Jesu: Matthäus 27,45–56
45 Von der sechsten Stunde an war Finsternis über dem ganzen Land bis zur neunten Stunde.46 Um die neunte Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, lema sabachtani?, das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?47 Einige von denen, die dabeistanden und es hörten, sagten: Er ruft nach Elija.48 Sogleich lief einer von ihnen hin, tauchte einen Schwamm in Essig, steckte ihn auf ein Rohr und gab Jesus zu trinken.49 Die anderen aber sagten: Lass, wir wollen sehen, ob Elija kommt und ihm hilft.50 Jesus aber schrie noch einmal mit lauter Stimme. Dann hauchte er den Geist aus.51 Und siehe, der Vorhang riss im Tempel von oben bis unten entzwei. Die Erde bebte und die Felsen spalteten sich.52 Die Gräber öffneten sich und die Leiber vieler Heiligen, die entschlafen waren, wurden auferweckt.53 Nach der Auferstehung Jesu verließen sie ihre Gräber, kamen in die Heilige Stadt und erschienen vielen.54 Als der Hauptmann und die Männer, die mit ihm zusammen Jesus bewachten, das Erdbeben bemerkten und sahen, was geschah, erschraken sie sehr und sagten: Wahrhaftig, Gottes Sohn war dieser!55 Auch viele Frauen waren dort und sahen von Weitem zu; sie waren Jesus von Galiläa aus nachgefolgt und hatten ihm gedient.56 Zu ihnen gehörten Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus und des Josef, und die Mutter der Söhne des Zebedäus.
Das Begräbnis
Das Begräbnis Jesu: Matthäus 27,57–61
57 Gegen Abend kam ein reicher Mann aus Arimathäa namens Josef; auch er war ein Jünger Jesu.58 Er ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu. Da befahl Pilatus, ihm den Leichnam zu überlassen.59 Josef nahm den Leichnam und hüllte ihn in ein reines Leinentuch.60 Dann legte er ihn in ein neues Grab, das er für sich selbst in einen Felsen hatte hauen lassen. Er wälzte einen großen Stein vor den Eingang des Grabes und ging weg.61 Auch Maria aus Magdala und die andere Maria waren dort; sie saßen dem Grab gegenüber.
IMG_4907 <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Martin&nbsp;Joss)</span><div class='url' style='display:none;'>/kg/luterbach-deitingen/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-wasseramt.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>22</div><div class='bid' style='display:none;'>2417</div><div class='usr' style='display:none;'>18</div>
Gedanken zur Situation
Jesus wurde verhöhnt und beschimpft. Er wurde gekreuzigt, weil er sagte, er sei Gottes Sohn. Er passte nicht in ihr System. Was er sagte passte nicht zu dem, was sie glaubten. Also, musste er weg - dann bebte die Erde und die Felsen spalteten sich…da bestätigten die Soldaten: ja, das war Gottes Sohn.

Wir glauben erst, wenn wir es sehen: Wir vertrauen auf unsere Augen; auf all die Bilder in den Nachrichten, Bilder von anderen Ländern. Sehen wir noch, was um uns herum geschieht? Haben wir den Überblick?
Wir vertrauen auf unsere Ohren; wir hören dies und das. Wir können es nur schwer überprüfen, was stimmt und was nicht. Wer hat mehr Recht mit seiner Statistik oder seinen Zahlen? Stimmt es im Zusammenhang, im Verhältnis?

Die Frauen, die Jesus nachgefolgt sind waren auch dort. Es heisst, sie haben ihm gedient. Ich glaube, sie sind Jesus gefolgt, weil sie ihrem Herzen folgten. Sie vertrauten nicht ihren Augen oder ihren Ohren, sondern ihrem Herz. Die Gesinnung eines Dienenden ist die Demut (der Mut zum Dienen). Besinnen wir uns an Karfreitag an diese Gesinnung, hören wir auf unser Herz und seien wir mutig im Vertrauen auf Gott. Auch diese Krise hat ein Ende – vielleicht hat sie uns auch wieder gezeigt, was wirklich wesentlich ist und was unser Herz wirklich braucht.
IMG_4908 <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Martin&nbsp;Joss)</span><div class='url' style='display:none;'>/kg/luterbach-deitingen/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-wasseramt.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>22</div><div class='bid' style='display:none;'>2419</div><div class='usr' style='display:none;'>18</div>
Bereitgestellt: 10.04.2020     
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