Janine Renggli

Adventsbasar Aeschi: Eine Tradition, die verbindet

Organisationsteam - Adventsbasar: Sabine Aebi, Maja Glauser, Irene Misteli, Susi Blase
(von links nach rechts) (Foto: Janine Renggli)

Was macht eine Tradition so wertvoll, dass sie auch nach mehr als vierzig Jahren noch Menschen zusammenbringt? Diese Frage stellte sich am Adventsbasar in Aeschi, der am 29. November 2025 im Kirchgemeindehaus stattfand.
Janine Renggli,
Der Anlass begann einst klein und ist über die Jahre zu einem festen Bestandteil des Dorflebens herangewachsen. Seit zwanzig Jahren wird er in seiner heutigen Form von Irene Misteli und Maja Glauser mit viel Herzblut organisiert. Was damals als Grundstein für den Bau eines reformierten Kirchgemeindehauses entstand, ist heute ein Ereignis, das tief verwurzelt ist und jedes Jahr viele Menschen berührt.

Schon beim Betreten des Kirchgemeindehauses war die vertraute Wärme sofort spürbar. Seit zwei Jahrzehnten kümmern sich Irene Misteli und Maja Glauser um alles, was diesen Basar ausmacht. Irene sorgt dafür, dass der Ablauf stimmt und sich alle Gäste wohlfühlen. Maja führt das Küchenteam, das für die traditionelle Mittagsverpflegung eine grosse Auswahl an Salaten und den beliebten Beinschinken vorbereitete. Die Mengen sind beeindruckend: fünfundzwanzig Kilo Kartoffeln, vier Kilo Kohl und zehn Kilo Rüebli wurden unter anderem dafür verarbeitet, ganz zu schweigen vom Mehl für die frischen Züpfen und Brote. Beide betonten, dass der Basar nur dank der über vierzig Helferinnen und Helfer möglich ist. Dieser Zusammenhalt prägt den Anlass und macht ihn so besonders.

Vieles gehört seit Jahrzehnten einfach dazu. Die Schlüferli und Bräzeli, die jedes Jahr frisch gebacken werden, sind für viele ein Stück Kindheit und Tradition. Auch die siebzig sorgfältig gebundenen Gestecke fanden rasch neue Besitzerinnen und Besitzer. An den Verkaufsständen wurden Stricksachen, Holzarbeiten, Tonwaren, Karten und Schmuck angeboten. Die Stände werden von externen Anbieterinnen und Anbietern geführt und zeigen viel Handwerk, Geduld und Liebe zum Detail.

Ein besonderer Farbtupfer war die Spielgruppe. Kinder verzierten hundertzwanzig Lebkuchen mit Zuckerglasur, Smarties und Marshmallows. Die bunten Werke erzählten von ihrer Freude und brachten spürbar Leben in den Saal. Anschliessend lauschten über sechzig Kinder der Geschichte Der kleine Igel feiert Weihnachten, die daran erinnert, dass gemeinsame Zeit oft das wertvollste Geschenk ist. Zwischendurch erfüllte die Drehorgel den Raum mit vertrauten Klängen und verlieh dem Basar eine warme, fast nostalgische Atmosphäre. All diese Momente zeigen, wie lebendig und wertvoll dieser Anlass für das Dorf ist.

In zwanzig Jahren konnten über siebzigtausend Franken gesammelt werden. Der Erlös kommt gemeinnützigen Projekten zugute und zeigt, wie viel Gutes aus dieser Tradition entstanden ist. Doch im Zentrum stehen nicht Zahlen, sondern die Menschen, die ihre Zeit schenken und gemeinsam etwas für ihr Dorf schaffen.

Im Jubiläumsjahr richteten Irene Misteli und Maja Glauser den Blick nach vorne. Beide werden den Adventsbasar noch zwei Jahre weiterführen. Dadurch entsteht für jüngere Menschen eine schöne Gelegenheit, langsam hineinzuwachsen. Vielleicht gehörst du zu jener Generation, die diese Tradition einmal weiterführen möchte? Damit diese jahrzehntelange Tradition nicht verloren geht, braucht es engagierte Nachfolgerinnen und Nachfolger, die Freude am Organisieren und am Miteinander haben.

Interessierte dürfen sich direkt melden bei:
Maja Glauser: 078 802 30 35 oder glauser.m@besonet.ch
Irene Misteli: 079 737 60 06 oder mistel@bluewin.ch

Der Basar darf sich entwickeln, doch das Gefühl der Gemeinschaft soll im Mittelpunkt bleiben. Gemeinschaft, Fürsorge und das gemeinsame Anpacken sind Werte, die ein Dorf stark machen und diesen Anlass tragen.

Der Adventsbasar ist ein Stück Aeschi. Er ist gewachsen, getragen worden und bereit, weitergegeben zu werden. Die Hoffnung ist gross, dass er auch in Zukunft Ende November seinen festen Platz haben wird, mitten in der Gemeinschaft, die ihn jedes Jahr lebendig macht.
Bereitgestellt: 03.12.2025     Besuche: 35 Monat 
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