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Blick über den Tellerrand- Gemeinsam gegen Foodwaste

KUW_Blick über Tellerrand_1 (Foto: web derendingen)

Wenn aus Resten Köstlichkeiten werden: KUW-Anlass setzt kreatives Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung
Ein Nachmittag im Zeichen der Schöpfungsverantwortung – das erlebten 15 Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen aus Luterbach, Derendingen und Zuchwil beim diesjährigen KUW-Anlass in Derendingen. Doch anders als bei manch trockenem Unterricht wurde hier nicht nur geredet: Hier wurde angepackt, experimentiert und vor allem geschlemmt!
Maribél Jakober,
Vom Wissen zum Handeln
«Warum landen eigentlich so viele Lebensmittel im Abfall?» und «Was können wir konkret dagegen tun?» – mit diesen Fragen starteten die Jugendlichen in den Nachmittag. Schnell wurde klar: Foodwaste ist nicht nur ein abstraktes Problem, sondern betrifft uns alle. Ob zu Hause, im Einkaufsladen oder im Restaurant – überall werden täglich wertvolle Lebensmittel verschwendet, die eigentlich noch geniessbar wären.
Doch statt nur Fakten zu pauken, durften die jungen Teilnehmenden selbst zu Retter*innen werden. Und was für welche! Mit Feuereifer machten sie sich daran, aus vermeintlichen «Resten» wahre Gaumenfreuden zu zaubern.

Kreative Küche: Wenn Bananenberge zu Delikatessen werden
Berge von Bananen und kiloweise Güetzi-Teige aus einer Überproduktion (mit Ablaufdatum im Februar 2026) aus der Restessbar (https://restessbar-solothurn.ch/) wurden mit Begeisterung von den Jugendlichen in cremige Bananenshakes, saftige Schoko-Bananentoasts, fluffige Muffins und leckeren Güetzis verwandelt.
Doch damit nicht genug: Altes, trockenes Brot? Kein Fall für die Tonne, sondern die Grundlage für herrlich würzige Brotcroutons! Die Küche wurde zum Labor der Möglichkeiten, und mit jedem neuen Gericht wuchs der Stolz der jungen Köchinnen und Köche.

Ein Fest für alle Sinne – und fürs Gewissen
Als schliesslich die Familien eintrafen, erwartete sie nicht nur ein liebevoll zubereitetes Apéro, sondern auch eine eindrückliche PowerPoint-Präsentation. Die Jugendlichen hatten sich intensiv mit den Hintergründen der Lebensmittelverschwendung auseinandergesetzt und teilten nun ihr neu gewonnenes Wissen: Zahlen, Fakten und vor allem praktische Tipps für den Alltag.
Dann endlich der Höhepunkt: das gemeinsame Schlemmen am reich gedeckten Buffet. Jeder Bissen schmeckte nicht nur köstlich, sondern erzählte auch eine Geschichte – von geretteten Lebensmitteln, kreativen Ideen und dem gemeinsamen Willen, etwas zu verändern. Der «Foodwaste-Apéro» wurde zum Symbol dafür, dass Nachhaltigkeit alles andere als Verzicht bedeutet, sondern vielmehr Vielfalt, Genuss und Gemeinschaft.

Ein Nachmittag mit Nachhall
Was bleibt von diesem besonderen KUW-Anlass? Hoffentlich mehr als nur volle Bäuche! Die Jugendlichen haben erfahren, dass jede und jeder Einzelne einen Unterschied machen kann – manchmal braucht es nur ein bisschen Kreativität und den Mut, Dinge neu zu denken. Und wer weiss: Vielleicht landen die überreifen Bananen zu Hause ab jetzt im Mixer statt im Müll.

Maribél Jakober, Sozialdiakonin ref. Kirche Derendingen
Bereitgestellt: 04.12.2025     Besuche: 50 Monat 
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