Erntedank Zuchwil - Teilen
"Ou han ig Hunger … ah do si grad die angere und die hei es feins Zmorge. Die gäh mir sicher öppis ab …"
So startete der Erntedank-Gottesdienst am 7. September 2025 in der Reformierten Kirche Zuchwil. Die 3. Klässler:innen zeigten in ihrem Anspiel die Situation, wo ein paar Kinder ein feines Zmorge essen und ein Knabe kommt vorbei und bittet darum auch etwas zu erhalten ...
Wie ist es wohl ausgegangen?
Matthias This Weber,
Es brauchte schon Mut, dass der Knabe die beiden Gruppen fragte, ob sie ihm etwas von ihrem feinen Zmorge abgeben würden. Und vielleicht hat er seinen Mut ab den Antworten auch gleich verloren:
"Mir hei zwar es grosses Zmorge ufem Tisch aber wär weiss scho öb das für üs längt.
Drum chasches grad vergässe, dass du vo üs öppis bechunnsch … und tschüss."
"Was meinsch du eigentlech? Mir hei das aues säuber zaut … und übrigens het s Coop am Bahnhof offe, de chasch säuber öppis go hole."
Von Teilen keine Spur.
Nicht so die kleine Lina in der Geschichte mit dem Riesen. Und auch nicht der kleine Bube, der Jesus einen Korb mit 5 Fladenbroten und 2 Fischen gab, damit dieser 5000 Menschen satt machen konnte.
Das Wort ErnteDANK besteht aus 2 Wörtern und so ist die Dankbarkeit ein wichtiger Teil, wenn wir Erntedank feiern. Die Kinder der 3. Klasse haben sich in der KUW überlegt, für was sie im Leben dankbar sein können.
Und was würden die Kinder dann teilen? Ja auch hier nannten die 3. Klässler:innen einiges aus dem Leben.
Jesus hat uns das Teilen vorgelebt, so zum Beispiel in der oben erwähnten "wundersame Brotvermehrung" (Mt. 14, 14-21 / Joh. 6, 1-13).Und es hatte genug für alle.
Ich vertraue darauf, dass Gott dort wirkt, wo wir Menschen den Mut haben zu Teilen. Vielleicht haben wir nur was Kleines, das wir teilen können. Aber durch unser aktives Teilen entfachen wir einen Funken, der später zu einem grossen und warmen Feuer werden kann.
Teilen ist wie ein Geschenk - man bekommt mehr zurück als man gibt!
Grossen Dank nochmals an alle Helfenden und Beteiligten!