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IDEE - ENTFALTUNG - GEMEINSCHAFT

01_Idee (Foto: Hugo Bossard )

Die neue Plakatserie der Bezirkssynode stellt auf spielerische Art verschiedene Aspekte der Kirche dar.
Dorothea Neubert, Pfarrerin,
«IDEE»

Ein Stück gefaltetes Papier: Welche Idee wohl dahintersteckt? Und was daraus wird?
Dieses kleine Stück Papier lädt ein, seiner Fantasie freien Lauf zu lassen und sich über Ursprung, Weg und Ziel Gedanken zu machen. Eines darf ich verraten: Dieses gefaltete Stück Papier steht am Anfang: Es ist der Beginn einer dreiteiligen Plakatserie, die Sie durch den herbstlichen Blätterwald in Stadt und Land begleiten wird.
Am Anfang (der Serie) steht also die Idee! Heisst es nicht im Neuen Testament «Am Anfang war das Wort» (Johannes 1,1)? Ja, aber ohne Idee für ein Projekt gibt’s weder eine Planung noch eine Vorbereitung, geschweige denn die Durch- und Ausführung. Die Idee steht am Anfang! Sonst hört man den seufzenden Ausspruch: «Ich habe keinen Plan!».

Das Wort «Idee» leitet sich aus dem Griechischen ab und kann «Aussehen, Vorstellung, Meinung» bedeuten. Das ist der biblischen Aussage, was am Anfang steht, nahe. Iim Griechischen heisst es «Am Anfang war der Logos». «Logos» bedeutet nicht nur Wort, sondern auch «Überlegung, Bedeutung».
Alles beginnt also im Kopf. Das könnte auch für Gott zutreffen: Alles irdische Sein begann in Gottes Kopf: Zuerst war da seine Idee, seine Vorstellung oder Überlegung von der Welt und dem Menschsein, dann wurde geplant, vorbereitet, durch- und ausgeführt.

Gedanken und Überlegungen fallen nicht einfach vom Himmel. Sind sie nicht immer Antwort auf ein Problem oder eine Frage? Dann müsste es heissen: Am Anfang stand ein Problem, das mit einer Überlegung oder Idee gelöst werden sollte. Welches Problem gab es, bevor die Welt, der Mensch geschaffen wurde?

Wir können unseren Gedanken dort und da freien Lauf lassen:
Vielleicht war das gefaltete Papier zuerst schlicht zu gross für den Platz, für den es vorgesehen war und musste verkleinert werden?
Vielleicht musste auch etwas versteckt oder abgedeckt werden, was nun auf der Innenseite des Papiers unsichtbar für die Betrachtenden ist?
Welches Problem und welche Idee könnte hinter dem auf ein Quadrat mit einem Zacken erweiterten gefaltetem Papier, stehen? Welche Möglichkeiten wollte der Schöpfer dieser Papierskulptur in sein Kunstwerk einpacken, integrieren oder gar unsichtbar machen? Und: Welche Möglichkeiten wollte Gott ursprünglich in den Menschen einpacken, integrieren oder unsichtbar machen und welches Problem lösen, als er ihn schuf?

Interessante Gedankenspiele im Herbst, wie die bunt in der Luft treibenden Blätter der Bäume. Lassen Sie sich überraschen, wie es mit dem Gefalteten weitergeht – und erwarten Sie Grossartiges.

Suchende, neugierige, findende und inspirierende Herbsttage wünschen
Im Auftrag der reformierten Bezirkssynode Solothurn:
Dorothea Neubert, Pfarrerin in der Kirchgemeinde Aetingen-Mühledorf
Gestaltung, Bossard-Grafik, Lohn-Ammannsegg.
Bereitgestellt: 27.09.2026     Besuche: 31 Monat 
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