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Am vergangenen Sonntag durfte ich mein erstes Abendmahl mit der Gemeinde in Kriegstetten feiern. Als neuer Pfarrer wollte ich mich mit diesem wichtigen, aber aufgeladenen Ritual auseinandersetzen.
Haben Sie das Abendmahl gerne, oder löst das Sakrament in Ihnen gemischte Gefühle aus? Wir Reformierten tun uns manchmal schwer mit kirchlichen Ritualen – wegen unseres kritischen Geistes, aber auch wegen unserer Tradition, die zwischen Gedächtnis, Symbol und Gemeinschaft oszilliert. Was bedeutet das Abendmahl für Sie und für uns als Kirche heute?
Biblisch verankert in den Einsetzungsworten Jesu (1. Korinther 11) und den Bildern des Johannesevangeliums («Ich bin das Brot des Lebens»), zeigt sich das Abendmahl als mehr als ein Ritual: Es ist Tischgemeinschaft – offen, zugewandt und voller Hoffnung. Zwinglis reformatorischer Ansatz betont die Zeichenhaftigkeit von Brot und Wein: Sie sind keine magischen Elemente, sondern eine Einladung, Gottes Gegenwart im Hier und Jetzt zu spüren.
Für mich ist das Abendmahl ein Raum der Vergegenwärtigung – wo Erinnerung lebendig wird und Zeichen Kraft entfalten. Ob im Gottesdienst oder beim Kirchenkaffee: Im Teilen von Brot und Wein, von Zeit und Aufmerksamkeit begehen wir jesuanische Gastfreundschaft. Denn Gnade geschieht nicht durch Dinge, sondern durch Begegnung, durch Offenheit füreinander und für Gott, wo wir ganz genau auf unser Herz hören. Und dann ist – vielleicht – ein Geist präsent, der das Unmögliche möglich macht.
Wenn Sie interessiert sind, können Sie gerne die Predigt vom 30. August 2026 nachlesen Predigt Joh 6,57-63; 1Kor 11,23-26
Aleksandr Fester, Pfarrer
Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des HERRN!
Psalm 113,3
Betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen!
Offenbarung 14,7