Kindertage in Luterbach 2026
Gemeinsam mit 30 Kindern aus Derendingen, Luterbach, Deitingen und Zuchwil machten wir uns auf die Suche nach dem Glück. Dabei fanden wir Garn, Kerzen und Steine. Nicht gerade die Glücksschätze, die wir erwarteten. Haben wir damit das Glück gefunden?
Aline Vuille,
Am Montagmorgen starteten wir mit einer Kennenlernrunde und dem Lied «wenns si fascht verjagt vor Fröid». Wir wurden unterbrochen: Amalia die Kirchenmaus rief uns an! Sie braucht unsere Hilfe. Das Glück auf der Welt ist verloren gegangen, doch Amalia weiss von ihrer Ururgrossmutter von drei Glücksschätzen, um es wieder zurückzubringen. Leider sind diese von schwierigen Rätseln bewacht, welche Amalia nicht alleine lösen kann. Wir als Glücksdetektive sollen ihr helfen, die Glücksschätze zu finden.
Wir machen uns direkt auf die Suche nach den Schätzen. Aber wir finden nichts. Hat Amalia zu viel von uns erwartet? Vielleicht sind wir noch nicht bereit, Glücksdetektive zu sein.
Das ändern wir, indem wir die Ausbildung zu Glücksdetektiven starten. Alle erhalten einen Pass, Button und Rucksack, müssen komplizierte Rätsel lösen und einen Hindernislauf bewältigen. Sind wir jetzt bereit?
Nach dem Mittagessen machen wir uns als frisch ausgebildete Glücksdetektive nochmals auf die Suche. Wir finden eine Schatzkiste mit Puzzleteile, aber das Bild ist noch nicht vollständig.
Jede/jeder ist zwar jetzt ausgebildeter Glücksdetektiv, aber wir arbeiten noch nicht zusammen als Team. Mit ein paar Spielen und Übungen ändern wir das und finden dann auch die letzten Puzzleteile. Die daraus entstandene Schatzkarte offenbart uns den Standort des ersten Glücksschatzes. Zusammen holen wir die Kiste, öffnen sie und sehen …
Garn. Was sollen wir nur damit?
Am nächsten Tag kamen alle Kinder mit tollen Ideen für Bastelarbeiten mit dem Garn zurück.
Wir entschieden uns, Freundschaftsbändeli daraus zu machen, was uns den ersten Glücksschatz offenbarte:
«Alleine ist man ein Faden – zusammen ein starkes Band»
In der Nacht fand die Sigristin auch noch einen zerissenen Brief, welcher uns zur zweiten Schatzkiste führte. Aus den darin enthaltenen Kerzen bastelten wir Glückskerzen, welche wir im Gottesdienst dann verteilten:
«Glück ist wie Kerzenlicht: es wärmt, es leuchtet, und je mehr du davon weitergibst, desto heller wird die Welt.»
Als wir uns wieder im Kreis traffen, offenbarte uns die Kerze in der Mitte, welche wir immer zu Beginn zusammen anzünden, die dritte Glücksbotschaft:
«Glück ist wie ein Stein: Male es bunt, trage es nah bei dir, oder wirf es weiter in die Welt.»
Wir sammelten also Steine, welche wir schön anmalten, und tragen nun das Glück nahe bei uns.
Obwohl wir also nur einfache Dinge fanden, welche auf den ersten Blick nicht nach einem Schatz aussahen, haben wir in den zwei Tagen gemeinsam das Glück gefunden. Es liegt versteckt in den kleinen Dingen des Lebens und wir alle sind verantwortlich dies hervorzubringen.
Dieses Glück feierten wir im Abschlussgottesdienst mit anschliessenden Apéro gemeinsam mit Familie, Freunden und Amalia!
Danke, liebe Kinder, dass ihr durch eure Freude, Neugier und Freundschaft das Glück in die Welt tragt!
Das Chindertäg-Team bedankt sich auch bei allen Helfenden, Köchinnen und Musikerinnen, die diese Tage mitgestaltet haben. Mit öich fägts!
Aline Vuille, Chindertäg-Team