Janine Renggli

«Kommt zu mir, ich will euch stärken» – Weltgebetstag in Kriegstetten

20260306_190407 (Foto: Janine Renggli)

Wie leben Frauen ihren Glauben in Nigeria? Der Weltgebetstag gibt jedes Jahr Einblick in ein anderes Land. Auch in der Kirche Kriegstetten stand der ökumenische Gottesdienst ganz im Zeichen der nigerianischen Frauen.
Janine Renggli,
Der Weltgebetstag ist die grösste ökumenische Basisbewegung von christlichen Frauen weltweit. Jedes Jahr am ersten Freitag im März feiern Menschen in vielen Gemeinden rund um den Globus denselben Gottesdienst. Die Liturgie wird jeweils von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet und lädt dazu ein, deren Lebensrealität, Kultur und Glauben kennenzulernen. Heute wird der Weltgebetstag in über 120 Ländern gefeiert und verbindet Frauen und Männer über Konfessions- und Landesgrenzen hinweg.

Am Freitag, 6. März, wurde der Weltgebetstag auch in der Kirche Kriegstetten gefeiert. Der ökumenische Gottesdienst wurde von freiwillig engagierten Frauen vorbereitet und gestaltet. In diesem Jahr stand Nigeria im Mittelpunkt. Unter dem Leitwort «Ich will euch stärken, kommt!» erzählten Frauen aus Nigeria von ihrem Leben, ihrem Glauben und den Herausforderungen ihres Alltags.

Während des Gottesdienstes wurden Geschichten von Frauen vorgelesen, die in Nigeria leben. Ihre Berichte gaben einen eindrücklichen Einblick in eine Lebensrealität, in der christlicher Glaube nicht immer selbstverständlich gelebt werden kann. Wie fühlt es sich an, den eigenen Glauben nicht frei leben zu können? Und wie viel Mut braucht es, trotzdem daran festzuhalten?

Die Kirche war passend zum Thema liebevoll dekoriert. Bunte Stoffe und eine Auswahl verschiedener Früchte schmückten den Raum und erinnerten an die Vielfalt und Fülle des afrikanischen Landes. Diese Gestaltung verlieh dem Gottesdienst eine besondere Atmosphäre und liess die Besucherinnen und Besucher ein Stück der Kultur Nigerias erahnen.

Nach dem Gottesdienst blieb man noch eine Weile zusammen. Bei einer Tasse Tee wurde weiter erzählt und man kam miteinander ins Gespräch. Auch die Früchte aus der Dekoration fanden ihren Weg auf die Tische und wurden gemeinsam gegessen. So liess man den Abend in gemütlicher Runde ausklingen. Und vielleicht nahm der eine oder die andere an diesem Abend auch einen Gedanken mit nach Hause: Welche Last trage ich eigentlich selbst mit mir herum?
Bereitgestellt: 09.03.2026     Besuche: 51 Monat 
Datenschutz   /   aktualisiert mit kirchenweb.ch