Gottesdienst zum Abschied von Carlos Ferrer
Carlos Ferrer (Foto: Alline Vuille)
Hinsehen statt wegschauen - schreien statt schweigen!
Die Geschichte von Bartimäus als roter Faden im Gottesdienst vom 22. März 2026 passt zum aktuellen Weltgeschehen, und regt zum Nachdenken an.
Martin Joss,
„Sehend werden wie Bartimäus“ - Gottesdienst Zuchwil mit Abschied von Pfarrer Carlos Ferrer
Im Zentrum der Feier stand die biblische Geschichte des blinden Bartimäus – ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch die Predigt und die gesamte Liturgie zog, welche durch Diakon Ernst Weber, Toni Schlup und Ruth Meyer gestaltet und durchgeführt wurde.
Die Erzählung von Bartimäus, der am Straßenrand sitzt und trotz Widerständen laut nach Jesus ruft, wurde zu einem kraftvollen Bild für Glauben, Hoffnung und Vertrauen.
Die Liturgen nahmen diese Gedanken auf und es stellte sich die Frage, was es heute bedeutet, „sehen zu können“. Dabei ging es nicht nur um das physische Sehen, sondern um ein inneres Erkennen: das Wahrnehmen von Mitmenschen, das Hören auf Gottes Stimme und den Mut, für die eigenen Bedürfnisse einzustehen. Auch das aktuelle Weltgeschehen ruft uns doch dazu auf, an die Geschichte des blinden Bartimäus zu denken, und laut nach Frieden zu schreien.
Die Gemeinde wurde eingeladen, innezuhalten und sich bewusst zu machen, wo im eigenen Leben „Blindheit“ besteht – und wo der Wunsch nach Klarheit und neuer Sicht wächst.
Mit diesen Gedanken und einer hoffnungsvollen Perspektive verabschiedete sich die Gemeinde von Pfarrer Carlos Ferrer.
Charly Bucher, der während des grössten Teils der Amtszeit von Carlos Ferrer das Präsidium des Pfarrkreises Zuchwil führte, fand die richtigen Worte um die gemeinsamen Jahre zu würdigen. Mit langanhaltendem, stehendem Applaus von knapp 100 Gottesdienstbesuchenden zeigte die Gemeinde Wertschätzung für Carlos’ getane Arbeit.
Musikalisch wurde der Gottesdienst durch einfühlsame Beiträge von Iris Ballabio begleitet, die die emotionale Atmosphäre unterstrichen. Zu Ehren der isländischen Herkunft von Pfarrer Ferrer spielte sie abschliessend die isländische Landeshymne.
Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle Anwesenden zu einem Risotto-Essen und gemütlichem Beisammensein eingeladen. So konnten alle die letzten Jahre mit Carlos Revue passieren, und den Sonntag gemeinschaftlich ausklingen lassen.
Der Pfarrkreis Zuchwil wünscht Carlos Ferrer alles Gute und beste Gesundheit auf seinem weiteren Lebensweg.
Es gilt allen ein grosses Danke weiterzugeben, die sich für diesen gelungenen Abend engagiert haben.
Im Namen des Pfarrkreises Zuchwil
Martin Joss