Fastensuppe Zuchwil vom 14. März 2026
In der Woche vor dem 14. März 2026 ließ uns das Wetter Frühlingsluft schnuppern. Doch just auf den Fastensuppen Tag kehrte der Winter nass, kalt und windig zurück. Fast so, als wollte er verkünden, dass das einzig Richtige an einem solchen Tag ein Teller heiße Bündner Gerstensuppe mit einem sündhaft guten Stück Kuchen ist.
Der gut besuchte Anlass lässt eine solch gewagte These jedenfalls zu. Die Stimmung unter den Spende freudigen Suppenesser war froh und das Beisammensein wurde sichtlich genossen.
Brigit Vuille,
Hinter den Kulissen spielte sich eine größere Herausforderung ab – die Militärküche im Untergeschoss des Lindensaals, welche in den letzten Jahrzehnten als Suppenküche gedient hatte, war aus Sicherheitsgründen ausgebaut worden. Doch dank dem erfinderischen Koch-Team haben die Gäste davon nichts mitbekommen. Das einzig Verräterische war, dass ab neun Uhr morgens der verführerisch gute Duft rund um den Lindensaal fehlte.
Doch wer eine gute Nase und Spürsinn hatte, konnte den Suppentag ankündenden Duft bei der katholischen Kirche erschnuppern. Dort wurde mit viel Gespür und Herz eine 30lt Basis der Gerstensuppe hergestellt. Gleichzeitig kochte im Lindensaal auf dem Herd die fehlende Bouillon. Das Konzentrat wurde mit Muskelkraft zu Fuß über die Straße vom katholischen Pfarrheim zum Lindensaal gebracht, wo für die Schöpftöpfe die richtige Menge Konzentrat und Bouillon gemischt wurde. Und voilà – wie eh und je wurde die beliebte Suppe von den beiden Serviceteams durch die Reihen gefahren und geschöpft.
Für Vegetarier oder Bündner Gerstensuppe – „Muffels“ gab es wieder die Flädlisuppe – mit großzügig geschnittenen Flädli aus hausgemachten Omeletten.
Zugegeben, es gibt Aspekte, die dem Namen „Fasten“suppe nicht gerecht werden - sei es der Speck in der Suppe oder das berühmt berüchtigte Kuchenbuffet... aber Hand aufs Herz – wenn es Besuchende gibt, die vor dem Teller Suppe ihr Dessert vom Buffet sichern, kann es nicht ganz verkehrt sein, was in privaten Backstuben gezaubert wird.
Dank allen Besuchenden und freiwilligen Helfenden können wir dieses Jahr die Hilfsorganisationen Fastenopfer und HEKS mit je CHF 740.— unterstützen.
Ein herzliches Dankeschön an Alle!
Für das Team – Brigit Vuille