KUW-Veloausflug "Boys Only"
Mit dem Velo die Aare hinauf und über den Buechibärg wieder hinunter – mit sieben Siebtklässlern waren wir am Sonntag, 3. Mai einige Stunden lang unterwegs. Im Rahmen des KUW III-Wahlkurses «Boys Only» ging es darum, mit den jungen Männern aktiv zu sein, mit ihnen die Umgebung zu er-fahren und vielleicht sogar etwas an Grenzen zu kommen.
Carsten Knigge,
Wetter und Stimmung waren sich ziemlich einig – angenehm temperiert, wenig Wind, Regenwolken machten einen Bogen um uns, die Sonne zeigte sich häufig, alles in Allem eine gelungene Sache. Um kurz nach 9 Uhr beim Treffpunkt in Zuchwil hatten die meisten schon einige Kilometer Anfahrt in den Beinen, dennoch ging es zügig los. Das noch etwas schläfrige Solothurn war bald durchquert, und es ging gar nicht so lang, bis wir an der Storchenstation in Altreu Halt machten. Den Schülern war das meiste Gezeigte bereits bekannt, doch wurden erste Lebensweisheiten geäussert. Und auch das Gequake der Frösch sorgte für einige Heiterkeit. Im Weiterfahren kamen wir nach Büren, fuhren über die Holzbrücke und dann weiter in gemütlichem Tempo westwärts durch Felder und Wälder bis kurz vor Dotzingen. Dort gab es auf einem gemütlichen Rastplatz direkt am Ufer der wildromantischen Alten Aare ausreichend Zeit für Picknick, Austausch und sogar ein kurzes Flussbad. Nach der Pause begann bereits die Rückfahrt auf anderer Route. Nach Überquerung des Aarekanals nordwärts machten wir auf dem Rückweg nach Büren Zwischenhalt am Standort des ehemaligen Internierungslagers, in dem während des Zweiten Weltkriegs zunächst desertierte ausländische Soldaten, später auch geflüchtete Jüdinnen und Juden untergebracht waren. Weiter ging es zum zweiten Mal über die Holzbrücke und nach einer Glacé-Pause auf dem Bürener Marktplatz wieder heimwärts – in fröhlichem Auf-und-Ab durch Rüti, Arch, Leuzigen und Nennigkofen. In der schönen alten Kirche Lüsslingen wurde es unterirdisch: Wir durften die vor Kurzem ausgegrabenen Grundmauern und Grüfte aus dem frühen Mittelalter besichtigen und dafür durch eine Klappe unter den heutigen Kirchenboden krabbeln. Staubig wie wir waren, sassen wir anschliessend noch für einige Minuten im Chorgestühl und intonierten die Boys Only-Version von «Ubi caritas». Nach einigen Gesprächen im Kirchgarten nahmen wir die letzte Etappe in Angriff und konnten uns gegen 16 Uhr in Höhe Steinerhof mit Blick auf die gestaute Autobahn voneinander verabschieden. Vielen Dank an alle für diesen gelungenen Ausflug!